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News29.07.2010 Schaeffler wieder in ruhigerem FahrwasserDer im Zuge der Krise vor dem Kollaps gestandene Automobilzulieferer Schaeffler will sich von seiner hohen Schuldenlast befreien. Wie Firmenlenker Jürgen Geißinger bekannt gab, profitiert der Konzern von der starken Erholung der Industrie- sowie Autobranche. Der Umsatz soll 2010 um mindestens zehn Prozent auf über acht Mrd. Euro ansteigen.
In der Wirtschaftskrise waren die Erlöse 2009 auf 7,3 Mrd. Euro eingebrochen. Zuvor hatten die Franken noch rund neun Mrd. Euro erwirtschaftet. Geißinger zufolge soll das Unternehmen wieder zur alten Profitabilitätsstärke zurückkehren, die es vor der Rezession hatte. Schaeffler hat in der ersten Jahreshälfte von einer guten Auftragslage profitiert. "Wir sind schon wieder in den meisten Bereichen an der Kapazitätsgrenze." Zuversicht versprüht Geißinger mit dem Ergebnis der ersten sechs Monate. Dieses liegt deutlich über dem Vorjahresniveau. Detaillierte Zahlen wollen die Herzogenauracher Anfang September vorlegen. Nach der Übernahme des größeren Konkurrenten Continental geriet Schaeffler lange Zeit dramatisch in finanzielle Schieflage. Laut dem CEO befindet sich das Unternehmen nun wieder in "ruhigem Fahrwasser". So will das Management ein "stabiles zweites Halbjahr" erreichen. China entpuppt sich für viele Automobilhersteller und Lieferanten als Boommarkt. Schaeffler wird eigenen Angaben nach in dieser Region 2010 um 40 Prozent wachsen. Zuletzt hatte das Unternehmen angekündigt, bis 2012 in Asien rund 300 Mio. Euro zu investieren. Geplant sind unter anderem zwei weitere Produktionsstandorte für Wälzlager sowie Motoren- und Getriebebauteile. Außerdem sollen auch in Indien weitere Investitionen auf den Weg gebracht werden.
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