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News24.07.2010 Konstruktion & Oberfläche im Fokus - Jubiläumsveranstaltung des Zentralverband Oberflächentechnik e.V. (ZVO)In diesem Jahr blickt der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. (ZVO) auf sein zehnjähriges Bestehen zurück. Jahre, die von dynamischen Entwicklungen und vielen erfolgreichen Maßnahmen zur Etablierung eines geschlossenen Auftritts der Branche gekennzeichnet waren. Anlass genug, die diesjährigen Oberflächentage als zentrale und wichtigste Veranstaltung der Oberflächen-Branche in Berlin stattfinden zu lassen. Vom 22. bis 24. September wird der Fokus diesmal auf dem Thema „Konstruktion & Oberfläche“ liegen (www.oberflaechentage.de)
Das Schwerpunktthema 2010 „Konstruktion & Oberfläche – Zusammenspiel von Geometrie und Applikation zur Fertigung industrieller Bauteile“ stieß bereits im Vorfeld auf großes Interesse. Viele Referenten mit hohem Praxisbezug werden diese Veranstaltung auch für diejenigen attraktiv gestalten, die als Kunde die Dienstleistung Oberfläche benötigen. Das diesjährige Schwerpunktthema der Oberflächentage, in das Dr. Tim Hosenfeldt, Leiter Oberflächentechnik bei INA Schaeffler in Herzogenaurach mit seinem eitrag „Konstruktionselement Oberflächentechnik einführen wird, soll dazu beitragen, die frühzeitige Einbeziehung der Oberflächentechnik und industrielle Bauteilreinigung in die Überlegungen von Design, Entwicklung und Konstruktionzu verstärken. Denn die Fertigung qualitativ hochwertiger Bauteile erfordert diese enge Zusammenarbeit in zunehmendem Maß. Immer wieder ist in Gesprächen mit Herstellern industrieller Bauteile feststellbar, dass für die spätere Bauteilqualität die Bauteiloberfläche, ihre Anforderungen und Eigenschaften wie Korrosionsschutz, Verschleißschutz, Reibeigenschaften oder CO2-Reduzierung zunehmend von entscheidender Bedeutung sind. Industrielle Bauteile werden aus Gewichts- und Kostengründen einerseits und aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes andererseits mit immer weniger Reserven dimensioniert. Ihre Oberflächen müssen Anforderungen erfüllen, die die Möglichkeiten des Bauteilwerkstoffes übersteigen. Dies zwingt zum Veredeln mit funktionell und/oder dekorativ geeigneten Schichten; hier spielen Metallschichten aufgrund ihrer Multifunktionalität und Wirtschaftlichkeit eine bedeutende Rolle. Galvanische oder chemische Metallabscheideverfahren und deren Schichten nehmen auf die Bauteileigenschaften reversiblen oder irreversiblen Einfluss. Für die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung eines Bauteiles ist somit die Kenntnis sowohl der Auswirkungen von Verfahren und Schicht als auch der Funktionsweise der Schicht unbedingt erforderlich. Die vollständige Nutzung des Leistungsvermögens galvanotechnischer Fertigung und die Erzielung der technisch und wirtschaftlich bestmöglichen Oberfläche erfordert die frühzeitige Kommunikation von Fertigungsplanern und Konstrukteuren mit dem Metallurgen und Oberflächenspezialisten. Hier spielen auch die Wechselwirkungen zwischen Bauteilform und Schichtausbildung eine zentrale Rolle, denn feste Regeln für die zu veredelnde Bauteilform gibt es nicht. Kennt der Konstrukteur jedoch die Grundprinzipien galvanischer oder chemischer Metallabscheidung sowie die Einflussfaktoren, die das Abscheiden einer Metallschicht auf Bauteile beeinflussen, wird er qualitativ hochwertige Bauteile entwerfen, die den Anforderungen der Praxis entsprechen. Das Schwerpunktthema Konstruktion & Oberfläche wird in vier Vortragsblöcken behandelt: Konstruktion und Design, Konstruktionselement Galvanotechnik, Konstruktion und Kunde sowie Anlagentechnik. Weitere Blöcke nehmen sich der CO2-Reduzierung durch Oberflächentechnik, des Korrosionsschutzes durch funktionelle bzw. Konversionsschichten, des Elektrolyteinflusses sowie der Industriellen Bauteilreinigung an. Die Oberflächentage sind zudem traditionell ein Schaufenster des wissenschaftlichen Nachwuchses und dessen Arbeiten auf dem Gebiet der Oberflächentechnik. Der Vortragsblock Konstruktion und Design wird ein Blick auf Trends im Interieur- und Exterieur-Design in der Automobilindustrie werfen. Hier ist mit Downsizing und einem gesteigertes Designbewusstsein und Individualisierungswunsch zu rechnen. Zukunftsrelevante Entwicklungen bei Konzeptfahrzeugen und Designstudien im Zusammenhang mit hochwertigen metallischen Oberflächen im Interior und Exterior kommen zur Sprache, ebenso zukünftige Tendenzen zur Kombination von metallische Designoberflächen mit anderen Deko-Elementen und vieles mehr. Ferner wird über neue Technologien und Anwendungen aus Sicht der Anwender referiert. Die Hersteller galvanisierter Kunststoffteile, insbesondere für die Automobilindustrie, stehen vor großen Herausforderungen. Um dem Kostendruck der Kunden standhalten zu können müssen sie die Prozesssicherheit erhöhen und durch innovative Fertigungsprozesse im Zusammenspiel von Kunststoffspritzguss und Galvanik die Kosten reduzieren. Außerdem gilt es über neue Oberflächen den Wünschen der Designer gerecht zu werden. „Vom Design zur Bauteilkonstruktion“ lautet das Thema eines weiteren Vortrages. Immer kürzere Entwicklungszyklen und eine deutlich gestiegene Variantenvielfalt zwingen die Automobilzuliefererindustrie, ihre Produktentstehungsprozesse zu optimieren. Denn die Automobilhersteller versuchen, Entwicklungs- und Bauteilmodulverantwortung an ihre Lieferanten zu übertragen. Über spezifikationsgerechten Galvanisierung wird unter Berücksichtigung der Bauteilgeometrie anhand anschaulicher Beispiele referiert, welche vielfältigen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um den ständig steigenden Kundenanforderungen gerecht zu werden. Die Tatsache, dass die Bauteile immer größer und deren Geometrien anspruchsvoller werden, bringt es mit sich, dass auch das Gestellmanagement bei der Herstellung galvanisierter Kunststoffteile zunehmend an Bedeutung gewinnt. Konstruktionselement Galvanotechnik: Eine Einführung in diesen Vortragsblock gibt Rainer Venz. Wo allein mit einem Werkstoff die erforderlichen Eigenschaften nicht mehr erreichbar sind, kann die Oberflächentechnik unterstützen. Die gezielte Auswahl von Schichten oder Schichtsystemen trägt zum Werterhalt bei, ermöglicht Funktionalitäten und erhöht die Lebensdauer von Bauteilen. Neben der Auswahl des Schichtsystems ist auch eine galvanisiergerechte Konstruktion des Bauteils erforderlich, der ein weiterer Vortragsblock gewidmet ist. In ihm wird auch die Frage „Konstruktionen und Oberflächen – Zwei Welten stoßen aufeinander?!“ angesprochen. Gestiegene Anforderungen an Oberflächen und die Einführung der Chrom VI-freien Beschichtungssysteme haben die Abnehmer verunsichert und bringen die Oberflächenbeschichter häufig an ihre Grenzen. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, müssen gemeinsam mit dem Kunden Möglichkeiten gefunden werden, die Anforderungen beschichtungsgerecht umzusetzen. Wie wichtig innovative, kundengerechte Lösungen für die Kundenbindung sind, erläutert der Vortrag„Kundenorientierung als Werkzeug der Produktentwicklung: Von der Idee zur Umsetzung“ Die systematische Analyse des Innovationspotenzials und frühzeitige Integration des Kunden in den Entwicklungsprozess erhöht die Wertschöpfung für den Kunden und steigert damit den potenziellen Unternehmenserfolg. Eine in diesem Sinne innovative Produktentwicklung überlässt das Ergebnis nicht dem Zufall. Die Sicherheitsanforderungen für die Anlagentechnik und die damit verbundenen Sicherheitstechniken werden in diesem Schwerpunkt behandelt. Die Neufassung der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ist seit Ende 2009 in Deutschland verbindlich anzuwenden. In Ermangelung einer nationalen bzw. harmonisierten Europäischen Norm für die Sicherheit von vertikalen, galvanotechnischen Tauchbeschichtungsanlagen erstellt der Technische Ausschuss des Fachverbandes Oberflächentechnik ein Sicherheitsblatt, das als Hilfsmittel für die Beurteilung der Konformität mit den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen bei der Konzipierung und dem Bau von Maschinen und Anlagen dienen soll. Weitere Vorträge im Vortragsblock Anlagentechnik beschäftigen sich mit der „Sicherheitstechnik in Galvanikanlagen und die Aufgaben und Möglichkeiten einer modernen Steuerungstechnik“ , „Gleichrichtertechnik / Energieeffizienz – eine ganzheitliche Betrachtung in der Galvanotechnik“ , „Gleichrichtertechnik / Energieeffizienz – eine ganzheitliche Betrachtung in der Galvanotechnik“ sowie „Einblick in Wärmebehandlungs- und Beschichtungsprozesse nach den neuen AIAG CQI-Normen. Die in den USA entwickelten CQI-Standards setzen sich nach und nach weltweit durch und sind inzwischen auch Bestandteil der ISO TS 16949. Deshalb gilt es, sich dieser Herausforderung anzunehmen und den hohen technischen Standard zukünftig nachweisen zu können. Diese Nachweise können in einem jährlichen „Self Assessment“ (interne CQI-Audits) durchgeführt und bestätigt werden. Es ist vornehmliches Ziel der Oberflächentage, zur Vernetzung zwischen den Spezialisten der Galvano- und Oberflächentechnik und den Konstrukteuren, Betriebsleitern und Einkäufern ihrer Kunden beizutragen und der branchenübergreifenden Kommunikation breite Aufmerksamkeit zu widmen. Das diesjährige, von hohem Praxisbezug geprägte Programm der Oberflächentage 2010, trägt diesem Ziel Rechnung. Berlin ist immer eine Reise Wert – im September diesen Jahres gleich mit doppeltem Nutzen. Gesamtprogramm und Online-Anmeldung unter www.oberflaechentage.de
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