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Ausgewählte Ausgabe: 11-12-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Wenn Filtermedien entscheiden

Filterlüfter sind ein kleines und oft unbeachtetes Detail beim Aufbau von Steuerungs- und Schaltanlagen. Die richtige Auswahl des Produkts sowie der Einsatz des passenden Filtermediums können aber über einen sicheren oder gefährdeten Anlagenbetrieb entscheiden. Worauf Anlagenbauer und Betreiber zu achten haben, zeigt der folgende Beitrag. Filterlüfter sind eine kostengünstige Variante der Schaltschrankentwärmung.


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Bild 1
Filterlüfter zur Schaltschrankentwärmung

Sie werden dann eingesetzt, wenn die Temperatur außerhalb des Schaltschranks niedriger als die Schaltschrankinnentemperatur ist. Die kühlere Umgebungsluft wird über den Lüfter gefiltert in den Schaltschrank eingeblasen und die wärmere Innenluft über einen Austrittsfilter aus dem Schaltschrank abgeführt. Dabei besteht die Herausforderung darin, die Schutzart des Schaltschrankes nicht herabzusetzen und gleichzeitig einen maximal hohen Luftvolumenstrom zu erreichen, um so die eingebauten Elektronikkomponenten im Schaltschrank optimal zu entwärmen und der Entstehung von Hotspots vorzubeugen.
Zur Gewährleistung eines hohen Luftvolumenstroms sind Filterlüfter mit Diagonallüftertechnologie, einer intelligenten Symbiose aus Radial- und Axiallüftertechnik, von Vorteil. Dabei verläuft die Ausblasrichtung diagonal nach außen, was somit eine gleichmäßige Luftverteilung im Gehäuse begünstigt. Diagonallüfter sorgen für hohe Druckstabilität und konstante Luftleistung in eingebautem Zustand sowie bei verschmutzter Filtermatte. Rittal bietet diese Technologie in den Leistungsklassen von 55 bis 900 m³/h an. Die Rittal-„TopTherm“-Filterlüfter gewährleisten dabei durch die Form-gebung der unbeweglichen Lüftungskiemen – bezogen auf den Druckverlust – eine sehr gute Stabilität der Luftmengen. So können beispielsweise mittels eines Filterlüfters mit einer Luftleistung von 180 m³/h und dem dazugehörigen Austrittsfilter bei einer Umgebungstemperatur von 25 °C und einer Schaltschrankinnentemperatur von 35 °C rund 600 W Wärme abgeführt werden.

Effizienz im Betrieb

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Bild 2
Diagonallüftertechnologie

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Bild 3
Einfacher Wechsel der Luftförderrichtung durch Drehen des Lüftermoduls

Wer auf einen effizienten Betrieb und die Möglichkeit der Lüfterüber- wachung wert legt, sollte den Einsatz von Filterlüftern mit EC-Technologie in Betracht ziehen. Da das Thema Energieeffizienz in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus gerückt ist, hat Rittal seine Filterlüfter mit einer Luftleistung ab 55 m³/h alternativ auch mit EC-Technologie im Standardprogramm verfügbar gemacht. Neben einem geringeren Stromverbrauch bieten vor allem die Lüfter der größeren Leistungsklassen (ab 180 m³/h) die Möglichkeit mittels der standardmäßig integrierten Steuerschnittstelle den Lüfter über ein 0 – 10V oder PWM- Signal (PWM = Pulsweitenmodulation) anzusteuern sowie die Lüfterdrehzahl und -funktion zu überwachen. Dies ermöglicht dem Anwender eine schnelle und einfache Ausfallerkennung der Lüfter und somit eine höhere Betriebssicherheit seiner Anlagen.

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Autoren

 Judith Kötzsch

leitet die Abteilung Business Development Climatisation bei Rittal in Herborn.

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