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Ausgewählte Ausgabe: 11-12-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Modulares Automatisierungssystem überwacht neueste Seilbahngeneration

„Waidoffen“ heißt die neueste Aufstiegshilfe im Tiroler Skigebiet Hochfügen. Die Sechser-Sessel- Einseilumlaufbahn ist die weltweit erste der neuen Seilbahn-Generation des österreichischen Seilbahnherstellers Doppelmayr/Garaventa. Diese bietet neben einem ansprechenden Design sowie einem insgesamt erhöhten Fahrkomfort auch alle aktuellen Sicherheitsfeatures. Als Steuerungspartner mit auf der Seilbahn ist Pilz, dessen Automatisierungssystem PSS 4000 sämtliche Funktionen – sicher und nicht sicher – managed.


Bild 1 In Hochfügen erstmals bei Doppelmayr im Einsatz: Das Automatisierungssystem PSS4000 von Pilz als Herzstück der neuen Doppelmayr Connect-Seilbahnsteuerung.

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In Hochfügen erstmals bei Doppelmayr im Einsatz: Das Automatisierungssystem PSS4000 von Pilz als Herzstück der neuen Doppelmayr Connect-Seilbahnsteuerung.

Das neue Steuerungs- und Bedienkonzept „Doppelmayr Connect“ verfügt über eine Reihe innovativer Lösungen, die den Anlagenbetrieb insgesamt auf ein bislang unerreichtes Qualitätslevel heben. Das steuerungstechnische Herzstück kommt dabei aus Deutschland vom langjährigen Steuerungs-Partner Pilz: Das Industrie-4.0-fähige Automatisierungssystem PSS 4000, dass in Hochfügen sämtliche Automatisierungs- und sicherheitsgerichteten Steuerungsaufgaben der Seilbahn übernimmt.

Komfortabler Aufstieg

Bis zu 2600 Personen pro Stunde können mit der neuen Sechser-Sesselbahn befördert werden – und damit im Vergleich zum bisher in diesem Abschnitt betriebenem Vierer-Sessellift „Hochfügen 2000“ ein Drittel mehr in der halben Zeit.
In weniger als vier Minuten steigt man mit der neuen Sechser-Sesselbahn im Skigebiet Hochfügen Zillertal 317 m: Von der 1995 m hoch gelegenen Talstation auf die Bergstation auf 2312 m. Im November 2016 ging die Anlage nach nur rund sechsmonatiger Bauzeit in Betrieb. Die Seilbahntechnologie der weltweit ersten D-Line-Sesselbahn bietet neben höchstem Fahrgastkomfort einen leisen Betrieb und eine einfache und zeitsparende Wartung, sowohl für Kabinen wie für Sesselbahnen.

Bild 2 Blick in den Schaltschrank der Seilbahnsteuerung

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Blick in den Schaltschrank der Seilbahnsteuerung


So gibt es etwa eine integrierte Sitzheizung und besonders leichte Wetterschutzhauben, Doppelmayr Chair Detachable (DCD), die auch bei stürmischen Wetterverhältnissen eine geschützte Auffahrt ermöglichen. Die optimierte Sesselaufhängung sorgt dafür, dass die Fahrt auf der Strecke sowie das Eintreffen in die Station mit geringsten Fahrgeräuschen verbunden ist. Auch verringert sie Vibrationen und Schläge. Die Schließbügel der Sessel verriegeln vollautomatisch nach dem Einsteigen und entriegeln erst wieder in der Bergstation ebenso selbständig. Die Autolock-Kindersicherung der Bahn erlaubt es so, dass in Begleitung nur eines Erwachsenen fünf Kinder bereits ab einer Körpergröße von 90 cm sicher mitfahren können. Ein heb- und senkbares Förderband im Einstiegsbereich erleichtert zudem den kleinen Gästen den Einstieg.

Seilbahntechnologie optimiert

Bild 3 So sieht der moderne Bediener-Arbeitsplatz der neuen Waidoffen-Sechser-Sesselbahn in Hochfügen aus: Neben dem 21,5“-Touchscreen mit intuitiver Oberfläche sind die wichtigsten Bedienelemente des täglichen Gebrauchs ergonomisch in Griffweite platziert.

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So sieht der moderne Bediener-Arbeitsplatz der neuen Waidoffen-Sechser-Sesselbahn in Hochfügen aus: Neben dem 21,5“-Touchscreen mit intuitiver Oberfläche sind die wichtigsten Bedienelemente des täglichen Gebrauchs ergonomisch in Griffweite platziert.

Bild 4 Die Softwareplattform PAS4000 des Automatisierungssystems PSS 4000 bietet unterschiedliche Editoren, mit denen sowohl Programme für Sicherheits- als auch Automatisierungsfunktionen erstellt werden können.

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Die Softwareplattform PAS4000 des Automatisierungssystems PSS 4000 bietet unterschiedliche Editoren, mit denen sowohl Programme für Sicherheits- als auch Automatisierungsfunktionen erstellt werden können.

Erstmalig setzt Doppelmayr in Hochfügen das neue Steuerungs- und Bedienkonzept Doppelmayr Connect ein. Für dieses hatte der Vorarlberger Seilbahnhersteller seinen Entwicklungsansatz angepasst: Nicht von „Technikern für Techniker“, sondern von „Technikern für Bediener“ leitete die beiden Projektteams. Ein Team konzentrierte sich auf die technische Ausrüstung der Steuerung, ein zweites war für die Ausarbeitung der Mensch-Maschine-Schnittstelle anhand der Ergebnisse einer zuvor durchgeführten intensiven Untersuchung und Analyse von Nutzerverhalten und Rahmenbedingungen zuständig. Das Ergebnis ist ein Steuerungs- und Bedienkonzept auf dem neuesten Stand der Technik, das gezielt auf die Bedürfnisse der unterschiedlichsten Benutzer abgestimmt ist. Integrierte Software-Tools wie das Notification Center, das Fehlermeldungen und Warnungen anzeigt, und das Solution Center, das Unterstützung im täglichen Betrieb und bei der Behebung von Störungen bietet, sowie die RFID-Fahrzeug-Einzelerkennung in der Station zur Datenerfassung und das Fernwartungssystem mit speziellen IT-Sicherheitsmechanismen gegen ungewollte Zugriffe von außen, sind nur einige technische Innovationen des neuen Konzepts.

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Autoren

 Stephan Marban

Tochtergesellschaft Pilz Österreich

Kontakt:
Pilz GmbH & Co. KG
Felix-Wankel-Straße 2
73760 Ostfildern
Tel.: 07 11/34 09-0
E-Mail: pilz.gmbh@pilz.de
www.pilz.de

Software-Plattform PAS4000:...

... Automatisieren mit dem zentralen Blick

Konfiguration und Programmierung gelingen schnell und intuitiv über die Software-Plattform PAS4000. Die Werkzeuge für Projektierung, Programmierung, Inbetriebnahme und Betrieb sind eng aufeinander abgestimmt. Darüber hinaus fallen keine Kosten für die Software-Lizenz, sondern nur für die tatsächlich verwendeten Funktionen an. Mit der Software-Plattform PAS4000 hat der Betreiber jederzeit einen zentralen Überblick über ein verteiltes Anwenderprogramm. In PAS4000 lassen sich alle Steuerungen im Netz konfigurieren, programmieren und diagnostizieren. Ein einfaches, einheitliches Handling des Gesamtprojekts ist möglich, der Aufwand für Engineering, Inbetriebnahme und Wartung reduziert sich deutlich. Prozess- oder Steuerungsdaten, Fail-safe-Daten und Diagnoseinformationen werden über Ethernet zwischen den verschiedenen Automatisierungskomponenten ausgetauscht und synchronisiert.

Vielfalt der Applikationen

Seit der Einführung des Automatisierungssystems PSS 4000 sind viele – und vor allem vielfältige – Applikationen realisiert worden. Neben dem klassischen Maschinen- und Anlagenbau zählen dazu – neben Seilbahnen – auch Hafenkrane, die
Mining-Industrie, Erlebnisparks, die Chemieindustrie sowie Großprojekte wie die Automatisierung von Brücken- und Schleusenanlagen, aufwendige und komplexe Bühnentechnik oder Pipelines. Häufig spielte die einfache Installation, die flexible Programmierung mit unterschiedlichen Editoren und die Tatsache, dass die Software unabhängig von der Hardware erstellt werden kann eine wichtige Rolle. Mögliche Anlagenerweiterungen und damit eine sehr hohe Flexibilität standen zudem bei vielen Applikationen im Fokus.

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