Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 11-12-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 3

M12-Steckverbinder für die Leistungsübertragung

Signale, Daten und Leistung – das sind die wesentlichen elektrischen Übertragungsformen in einer Industrieanlage. Die kompakten und dennoch leistungsfähigen Steckverbinder der Baugröße M12 sind hier besonders geeignet. Seit den 1990er Jahren als Industriestandard für Signal- und Datenanwendungen weitgehend etabliert, werden sie auch zunehmend zur Leistungsübertragung genutzt (Bild 1).


Bild 1 Erfolgsmodell M12 – die Steckverbinder werden zur Signal- und Daten- und immer häufiger auch zur Leistungsübertragung eingesetzt.

Bild 1
Erfolgsmodell M12 – die Steckverbinder werden zur Signal- und Daten- und immer häufiger auch zur Leistungsübertragung eingesetzt.

Dank ihrer Zuverlässigkeit und ihrer internationalen Standardisierung sind die M12-Steckverbinder weltweit zum Synonym für die industrielle Feld- verkabelung geworden. Eine wichtige Basis für die erfolgreiche Entwicklung und Verbreitung des M12-Standards am Markt war und ist die ständige Beurteilung durch die internationale Standardisierung. Am Anfang stand die Bauartnorm IEC 61076–2–101 für Sensor- und Aktor-Steckverbinder. Die intensive Weiterentwicklung durch neue Polbilder und neue Bauformen führte dazu, dass auch die internationale Normung permanent erweitert wurde – und wird.
Ursprünglich beinhaltete die IEC 61076–2–101 sämtliche M8-, M12- und M12-Datentechnik-Steckverbinder. Aufgrund der immer umfangreicher werdenden Teile wurde diese Norm in eigenständige Einzelnormen unterteilt:
- IEC 61076–2–101: M12-Steckverbinder,
- IEC 61076–2–104: M8-Steckverbinder,
- IEC 61076–2–105: M5-Steckverbinder,
- IEC 61076–2–109: M12-Steckverbinder für Datenübertragung.
Für die Übertragung von Leistung wurde dann in 2011 die IEC 61076–2–111 geschaffen.

Ein Markt im Umbruch

KAP-Phoenix-2-BU

Bild 2
Rundsteckverbinder zur Leistungsübertragung im Vergleich: der M12-Steckverbinder (unten) ist nicht nur deutlich kleiner als der 7/8-Zoll-Steckverbinder (oben), er ist ihm auch technisch überlegen und bietet geschirmte Varianten.

Die 2011 in den Markt eingeführten Leistungs-Steckverbinder, die häufig auch als „M12 Power“ bezeichnet werden, verdrängen sukzessive die gängigen Verkabelungslösungen zur Energieversorgung. Kamen zur Leistungsversorgung – zum Beispiel von aktiven I/O-Modulen – häufig 7/8-Zoll- oder A-kodierte M12-Steckverbindersysteme zum Einsatz, werden diese inzwischen durch leistungsfähigere Steckverbinder vom Typ M12 Power ersetzt.
Bei der 7/8-Zoll-Version handelt es sich um einen weltweit verbreiteten Steckverbinder für Ströme bis 12 A. Der nominelle Strom pro Pin beträgt maximal 9 A. Allerdings weist der im mittleren Preissegment angesiedelte 7/8-Zoll-Stecker eine relativ große Bauform auf – und bietet zudem auch keine geschirmten Varianten (Bild 2).
Der A-kodierte M12-Steckverbinder benötigt dank seiner kompakten Bauform wenig Platz am Gerät. Außerdem ist er kostengünstig, und er kann einfach im Feld konfektioniert und bequem an der Maschine installiert werden. Zudem bietet M12 eine große Programmvielfalt – mit geschirmten Varianten, T- und Y-Verteilern sowie Sensor-Aktor-Boxen. Dafür beträgt der maximale Querschnitt allerdings nur 0,75 mm² – bei einer maximalen Strombelastbarkeit von 4 A pro Pin.

Seite des Artikels
Autoren

 Tobias Dietel

Produkt-Marketing Industrial Field Connectivity Phoenix Contact, Blomberg

Kontakt:
Phoenix Contact Deutschland GmbH
Flachsmarktstraße 8
32825 Blomberg
Tel.: 0 52 35/3-1 20 00
E-Mail: info@phoenixcontact.de
www.phoenixcontact.de
www.phoenixcontact.net/webcode/#0024

Verwandte Artikel

Ankopplung schwer erreichbarer Teilnehmer über Power over Ethernet

Die Welt der Steckverbinder 4.0

Industrie-Steckverbinder für Standard- und EMV-Anwendungen

PV-Installation im Feld – Verbindungstechnik muss auf lange Sicht zuverlässig sein