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Ausgewählte Ausgabe: 11-12-2017 Ansicht: Modernes Layout
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CE-Kennzeichnung im Zeitalter von Industrie 4.0

Die CE-Zertifizierung ist für alle in Europa gehandelten Produkte vorgeschrieben, sofern die jeweils zugrunde liegenden Richtlinien dies fordern. Dies bedeutet, dass auch Hersteller von Maschinen verpflichtet sind, Mindestanforderungen in Bezug auf eine sichere Benutzung zu erfüllen. Folglich muss die Sicherheit einer Maschine durchgängig beurteilt und dokumentiert werden. Der folgende Beitrag gibt Hinweise.


Bild 1 Detailliert beschriebene Normen geben Herstellern und Betreibern von Maschinen vor, wie die Anforderungen aus der Maschinen-Richtlinie umzusetzen sind.

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Detailliert beschriebene Normen geben Herstellern und Betreibern von Maschinen vor, wie die Anforderungen aus der Maschinen-Richtlinie umzusetzen sind.

Im Maschinenbau veränderten sich bereits die Produktionsabläufe im Zusammenhang mit der Industrialisierung 4.0. Neue Technologien führen dazu, dass Mensch und Maschine enger zusammenarbeiten. Das führt bei verantwortlichen Mitarbeitern in Fragen zur CE-Kennzeichnung ihrer Produkte zur Verunsicherung.

EG-Maschinen-Richtlinie 2006/42/EG

Mit der Bezeichnung „Industrie 4.0“ wird die aktuelle industrielle Revolution – hin zur engen Verzahnung von Produktion mit moderner Informa- tions- und Kommunikationstechnik – zum Ausdruck gebracht. Innerhalb des digital vernetzten Systems soll eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion ermöglicht werden. Menschen, Maschinen, Fertigungsanlagen und Logistiksysteme sind miteinander vernetzt. Die Sicherheit einer Maschine muss im gesamten Maschinen- Lebenszyklus gewährleistet sein. Durch die lückenlose Vernetzung kann es unter Umständen sogar vorkommen, dass Maschinen wesentlich verändert werden oder zu einer Gesamtheit von Maschinen zusammenwachsen. Verantwortliche für die Prozesse sind oftmals an unterschiedlichen Standorten beschäftigt oder viel unterwegs.
Eine Risikobeurteilung ist gemäß EG-Maschinen-Richtlinie 2006/42/EG obligatorisch, um eine Konformitäts-erklärung abgeben zu können. Die Anforderungen aus der Maschinen-Richtlinie beziehen sich auf ein hohes Niveau im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz. Hersteller oder Betreiber von Anlagen und Maschinen sind verpflichtet, die zahlreichen Vorschriften einzuhalten. Viele Konstrukteure, Entwickler und CE-Beauftragte verbinden daher mit der CE-Kennzeichnung lästige Pflichten. Ohne CE-Software, die sich mit allen relevanten Richtlinien für die Erstellung der Konformitätserklärung im Detail beschäftigt, ist das kaum zu leisten. Hinzu kommt, dass es sich bei den Anforderungen, die in den Richtlinien formuliert sind, um Mindestanforderungen handelt. Wie diese konkret umzusetzen sind, wird jedoch in Normen detailliert beschrieben. Diese Normen-Liste wird mehrmals jährlich aktualisiert und im Amtsblatt der EG veröffentlicht. Das Normenverzeichnis der EG-Maschinenrichtlinie beispielsweise beinhaltet allein ca. 750 Normen.

Bild 2 Aktuelle Software-Lösungen unterstützen Maschinenhersteller und Produktionsbetriebe beispielsweise auch dabei, die passenden Schutzmaßnahmen zu wählen.  (Bilder 1, 2: terminic/vankann)

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Aktuelle Software-Lösungen unterstützen Maschinenhersteller und Produktionsbetriebe beispielsweise auch dabei, die passenden Schutzmaßnahmen zu wählen.
(Bilder 1, 2: terminic/vankann)

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Autoren

 Alexandra  Langstrof

Freie Journalistin, Erkrath sowie freie Mitarbeiterin der CE-CON GmbH

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