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Ausgewählte Ausgabe: 11-12-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Effiziente und schmierfreie Linearbewegung – auch unter widrigen Bedingungen

Ein Steilgewinde mit besonderer Geometrie und eine Kunststoffmutter aus Hochleistungspolymer mit inkorporiertem Schmierstoff: Diese beiden Komponenten bilden einen hocheffizienten und langlebigen trocken laufenden Linearantrieb, der sich an die individuellen Anforderungen anpassen lässt und auch für Hygiene-Anwendungen geeignet ist. Zu den Optionen gehören Varianten mit Vorspannung und ohne Umkehrspiel.


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Eine Alternative zu Kugelgewinde- und Zahnriementrieben: „dryspin“-Steilgewindetriebe aus dem igus-Konstruktionsbaukasten

Gewindetriebe von igus kommen überall dort zum Einsatz wo Effizienz, Präzision, Schmiermittelfreiheit und eine schnelle Linearbewegung gefordert sind. Sei es in Kettenbearbeitungsmaschinen in der Holzindustrie, in herausfahrbaren Trittstufen in Zügen und S-Bahnen, oder in Stellantrieben von Ventilen und Armaturen in der Chemie- und Verfahrenstechnik. Für diese unterschiedlichen Einsatzszenarien kann sich der Konstrukteur bei igus zwischen verschiedenen Antriebssystemen und -technologien entscheiden. Zur Wahl stehen neben Kugel- gewindetrieben auch Trapez- und Steilgewindetriebe aus dem „drylin“-Programm von igus.

Schmiermittelfrei – gut bei Hygiene-Anwendungen und Verschmutzung

Bild 2 Zum dryspin-Programm gehören auch Varianten mit Vorspannung.

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Zum dryspin-Programm gehören auch Varianten mit Vorspannung.

Der Vorteil der Trapez und Steilgewindetriebe von igus besteht darin, dass sie ohne Schmiermittel auskommen. Die gerollte Spindel wird aus Stahl, Edelstahl oder aus hartanodisiertem Aluminium gefertigt. Die Mutter besteht aus einem „iglidur“-Hochleistungspolymer, in das Festschmierstoffe dauerhaft inkorporiert sind. Somit kann auf externe Schmierstoffe wie Öle und Fette verzichtet werden. Das bedeutet: Diese Lösung ist ideal für beide Extreme auf der „Reinheitsskala“. Für hy-gienesensible Anwendungen z. B. in der Lebensmittelindustrie und in der Medizintechnik sind die trocken laufenden Gewindetriebe besonders gut geeignet, da sie keine Schmierstoffe in die Umgebung abgeben. Und auch in extrem verschmutzten Bereichen arbeiten sie zuverlässig, weil trockener Schmutz und Staub nicht an Schmierstoffen kleben bleibt. Die Bewegung wird also unter diesen Bedingungen nicht beeinträchtigt. Korrosionsfreiheit und chemische Beständigkeit der eingesetzten Werkstoffe eröffnen weitere Optionen für den Einsatz dieser Linearantriebe.

Patentierte Weiterentwicklung mit besonderer Geometrie

Aus dem Grundkonzept der drylin- Linearantriebe heraus hat sich inzwischen ein breites Programm der Gewindetechnik entwickelt, zu dem Trapez- und Steilgewindespindeln in unterschiedlichen Ausführungen und Werkstoffen gehören. Im Vergleich zur bewährten drylin-Gewindetechnik zeichnet sich die patentierte dryspin-Steilgewinde-Technologie durch eine veränderte Gewindegeometrie aus, die exakt auf die igus-Werkstoffe und auf die Anwendungsbereiche der Spindeln abgestimmt wurde. Der Flankenwinkel der dryspin-Spindeln ist flacher als der von Standard-Steilgewindespindeln. Das hat zur Folge, dass die eingeleitete Kraft effizienter in eine translatorische Bewegung umgesetzt wird. Zudem wird durch eine abgerundete Zahnflankengeometrie die Kontaktfläche zwischen der Gewindemutter und der Spindel reduziert. Deshalb verfahren dryspin-Gewindemuttern vibrationsfrei und nahezu geräuschlos. Ein drittes Merkmal der eigens entwickelten dryspin-Geometrie ist die Asymmetrie: Die Zähne der (Kunststoff-)Mutter sind um den Faktor 1,3 breiter als die des Metallspindelgewindes. Deshalb ist der Anteil des tribologisch optimierten Polymers höher. Dieses konstruktive Detail trägt ebenfalls zu höherem Wirkungsgrad und ruhigerem Lauf bei. Es bewirkt, dass weniger Antriebskraft für die Bewegung benötigt wird. Vor allem aber erhöht es die Lebensdauer, die bis zu fünfmal höher ist als die von Standardsteilgewinden. Die dryspin-Gewindespindeln werden in zahlreichen Baugrößen und Varianten angeboten. Bei den Muttern kann sich der Anwender neben dem Steilgewinde auch für andere Gewindeformen (metrisch, Trapez, ACME), Bauformen (zylindrisch, mit Flansch, mit Schlüsselfläche) und unterschiedlichem Axialspiel entscheiden. Bei den Gewinden stehen Links- und Rechtsgewinde aus hartanodisiertem Aluminium und Edelstahl (V2A) sowie Varianten mit kombiniertem Links-Rechts-Lauf zur Auswahl.

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Autoren

 Stefan Niermann

Leiter Geschäftsbereich drylin Linear- und Antriebstechnik
 

Kontakt:
igus GmbH
Spicher Straße 1a
51147 Köln
Tel.: 0 22 03/96 49-0
E-Mail: info@igus.de
www.igus.de

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