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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Leichtbau stellt Automatisierung vor Herausforderungen

Nicht immer ergänzen sich aktuelle Trends, manchmal behindern sie sich sogar gegenseitig. Leichtbau ist zum Beispiel in der Automobilbranche „en vogue“. Möglichst viele Fertigungsschritte zu automatisieren, um gleichbleibend hohe Qualität zu schaffen und wirtschaftlich zu arbeiten, ist dagegen nicht mehr neu, wird aber in vielen Bereichen immer wichtiger. Da der Leichtbau jedoch auf einen Materialmix setzt, der sich nicht mehr wie bei herkömmlichen Werkstoffen einfach verschweißen lässt, kam die Automatisierung durch diesen neuen Trend ins Stocken. Um beiden Forderungen gerecht zu werden, sind für die neuen Werkstoffe alternative Verbindungslösungen gefragt, die die gewohnte Robustheit und Sicherheit gewährleisten, sich aber automatisiert umsetzen lassen.


Bild 1  Leichtbau setzt auf Multimaterialmix und fordert damit neue Verbindungstechniken für die automatisierte Fertigung.

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Leichtbau setzt auf Multimaterialmix und fordert damit neue Verbindungstechniken für die automatisierte Fertigung.

Wer an Fertigungslinien der Automobilindustrie denkt, hat sofort auch das Bild von Schweißrobotern im Kopf. Um für mehr Nachhaltigkeit Gewicht am Fahrzeug einzusparen, wird heute jedoch, wo es möglich ist, Aluminium verbaut. Da dies aber bei crashrelevanten Bauteilen des Fahrzeugs meist nicht die notwendige Festigkeit bringt, kombiniert man Aluminium mit höherfesten Stählen. Dieser Materialmix lässt sich jedoch nicht mit herkömm-lichen Schweißverfahren verbinden. Tatsächlich kamen dadurch wieder vermehrt unerwünschte manuelle Arbeitsschritte ins Spiel. Die Experten für nachhaltige Verbindungssysteme von Arnold Umformtechnik machten es sich daher zur Aufgabe, alternative Verbindungslösungen zu suchen, die sich automatisiert umsetzen lassen und so helfen, ein hohes Produktionstempo und gleichbleibende Qualität beizubehalten. Dazu wurden die verschiedenen Materialkombinationen und geforderten Verbindungsarten genau unter die Lupe genommen und dann für den jeweiligen Anwendungsfall passende Lösungen entwickelt. Dabei galt es, den kompletten Fertigungsprozess nicht aus den Augen zu verlieren, denn auch dieser beeinflusst die Verbindungslösung maßgeblich.

Direktverschraubung ohne Vorloch

Für komplexe Baugruppen, die nur von einer Seite zugänglich sind, deren Verbindung aber eine hohe Festigkeit benötigen, haben die Verbindungs- Experten „Flowform“ entwickelt.

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Autoren

 Dominik Fröhlich

Forschung und Entwicklung, Arnold Umformtechnik

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