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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Ästhetisch hochwertige und komplexe Designs

Nicht nur Fahreigenschaften, technische Details oder das äußere Erscheinungsbild eines Fahrzeugs bestimmen die Unterscheidbarkeit zu anderen Fabrikaten, auch der Ausgestaltung des Innenraums durch ästhetisch hochwertige und komplexe Designs kommt eine hohe Bedeutung zu. Bei der Herstellung kleinteiliger Designkomponenten aus Metall wird deshalb fotochemisches Ätzen mehr und mehr zum Verfahren der Wahl (Bild 1).


Bild 1 Filigrane Formen, Muster, Logos: Fotochemische Ätztechnik ist aus dem Interieurbereich in der Automobilindustrie nicht mehr wegzudenken.

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Filigrane Formen, Muster, Logos: Fotochemische Ätztechnik ist aus dem Interieurbereich in der Automobilindustrie nicht mehr wegzudenken.

Als langjähriger Partner verschiedener Erstausrüster der Automobilindustrie kennt Precision Micro die Vorteile fotochemischer Ätztechnik im Automotive-Sektor gegenüber anderen Metallbearbeitungsverfahren. Bei Interieur-Komponenten wie zum Beispiel High-End-Lautsprechergittern, Trittblechen, Zierleisten, Schaltknauf- oder Lenkrad-Inlays, Tastern oder fühlbaren Oberflächen auf Bedieneinheiten sind Präzision, Vielseitigkeit und Komplexität des Designs sowie glatte, glänzende Oberflächen gefragt. Markus Rettig, Sales Manager für Deutschland bei Precision Micro, erläutert: „Fahrzeughersteller möchten den Innenraum ästhetisch aufwerten und das Fahrerlebnis für alle Passagiere noch angenehmer gestalten. Mit traditionellen Fertigungsverfahren wie Stanzen oder Lasern sind diese Anforderungen nicht – oder nur verbunden mit hohen Kosten – zu realisieren. Die Ätztechnik zeichnet sich dagegen durch geringere Kosten, Serienfertigung in hohen Stückzahlen sowie höchste Präzision aus.“

Absolut glatt in einem Prozessschritt

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Präzision trifft Design: High-End-Lautsprecherabdeckung für die Mercedes-C-Klasse.

Bei der Ätztechnik handelt es sich um einen subtraktiven Vorgang, bei dem nicht erwünschtes Metall durch selektives Ätzen mit Toleranzen im Mikrometer-Bereich entfernt wird. Durch diesen exakt kontrollierten Prozess entstehen absolut glatte und gratfreie Kanten zum Beispiel für filigrane Lautsprecherabdeckungen, die mit Stanzen oder Lasern erst durch zusätzliche Verfahrensschritte erreicht werden können (Bild 2). Beim Stanzvorgang lösen die mechanischen Kräfte Spannungen im Metall aus, es kommt zu Anschrägungen der Kanten und Gratbildung. Das Kantenergebnis beim Laserschneiden ist sehr von der Dicke des Materials abhängig. Je dünner das Metallblech, desto präziser und glatter ist der Laserschnitt. Bei diesem abtragenden thermischen Verfahren kann die zugeführte Wärme jedoch zu Gefügeveränderungen und Ungenauigkeiten in der Teilebeschaffenheit führen, je dicker das Metall ist.

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Autoren

 Michaela Wassenberg

Freie Journalistin für Technologiekommunikation

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