Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 04-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 2

Verbesserte Rotorlagerung für Windkraftanlagen

Für Triebstrangkonzepte mit Momentenlagerung hat Schaeffler ein neues Kegelrollenlager entwickelt. Die kompakte Kegelrollenlagereinheit, die direkt angeflanscht werden kann, vereinfacht Logistik und Montage deutlich. Außerdem: Bis ins My optimierte Pendelrollenlager und ein neu entwickeltes asymmetrisches Pendelrollenlager lassen Windkraftanlagen zuverlässiger Energie gewinnen.


KAP-Schaeffler-Wind-1

Bild 1
Neues. kompaktes Momentenlager: Die zweireihige Kegelrollenlagereinheit in O-Anordnung ist befettet und abgedichtet und wird vormontiert ausgeliefert. Sie wird über die Innenringe an den Rotor und über den Außenring an die Gondel angeflanscht.

Auf die Lagerung des Rotors einer Windkraftanlage wirken unmittelbar alle Kräfte, die der Wind erzeugt und die Wälzlager sind dabei hochdynamischen Belastungen und Betriebsbedingungen ausgesetzt. Am Markt haben sich unterschiedliche Triebstrangkonzepte etabliert, die entsprechend unterschiedliche Lagerungen erfordern. Deshalb optimiert Schaeffler konsequent bewährte Lager und entwickelt gleichzeitig neue Lager-Designs für verschiedene Lagerungskonzepte.

Flanschlagereinheit: Kompakt und einfach zu montieren

Für Momentenlager-Konzepte zur Lagerung des Rotors hat Schaeffler eine neue, kompakte Lagereinheit entwickelt: Die anflanschbare Kegelrollenlagereinheit ermöglicht die sichere Aufnahme aller Kräfte und Momente in einem Lager dank großem Druckwinkel und enger axialer Führung des Rotors. Die zweireihige Kegelrollenlagereinheit in O-Anordnung ist befettet und abgedichtet und wird vormontiert ausgeliefert. Sie wird über die Innenringe an den Rotor und über den Außenring an die Gondel angeflanscht. Die Lagerluft ist dabei schon voreingestellt. Das verringert den Aufwand für Logistik und Montage deutlich.

 Fettzustandsüberwachung im laufenden Betrieb

KAP-Schaeffler-Wind-2

Bild 2
Optional kann die anflanschbare Kegelrollenlagereinheit ab Werk mit dem FAG-„GreaseCheck“ ausgestattet werden. Der Fettsensor ist auf den spezifischen Fetttyp parametriert und misst Schmierstoffveränderungen direkt in der Lagerung.

Optional kann die anflanschbare Kegelrollenlagereinheit ab Werk mit dem FAG-„GreaseCheck“ ausgestattet werden. Der Fettsensor ist auf den spezifischen Fetttyp parametriert und misst optisch Wassergehalt, Trübung und mechanischen Verschleiß sowie die Fetttemperatur direkt in der Lagerung. Eine per Kabel angebundene Auswerteeinheit generiert aus den Messungen die Zustandsinformation und gibt sie als analoges Signal aus. Detektiert der GreaseCheck im Fett einen Wassergehalt über dem definierten Schwellenwert, kann er zum Beispiel zwei Reaktionen auslösen: Er gibt die Information an den Leitstand, damit eine Inspektion und gegebenenfalls ein Austausch der Dichtung rechtzeitig geplant werden kann. Zusätzlich kann mit dem Signal des Fettsensors über den Leitstand die Zentralschmieranlage angesprochen werden, damit in kürzeren Intervallen mit zusätzlicher Menge nachgeschmiert wird, um den Fettzustand trotz Dichtungsschaden zu verbessern und das Lager vor einem Schaden durch einen Schmierfettausfall zu schützen.

Seite des Artikels
Autoren

 Manuel Rettinger

Antriebsstrang Entwicklung Windkraft, Schaeffler

Verwandte Artikel

Langlebig trotz extremer Vibrationen

Wälzlager für die Richtzonen von Stranggussanlagen

Mehrkörpersimulation als Werkzeug zur Analyse der Wälzlagerdynamik

Neuartige Lagerungslösungen für effizientere Fahrzeuggetriebe

„Innovative Alternative zu geteilten Stehlagern“

Simulationsgestütze Auslegung eines Hochdrehzahl-Kegelrollenlagers