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Ausgewählte Ausgabe: 05-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Mehrwert durch Systemlösungen

Wer eine Systemlösung kauft, profitiert gleich doppelt: Einerseits erfüllen die individuell konzipierten Produkte alle Anforderungen der Kunden, ersparen ihnen jedoch den für Eigenkonstruktionen üb- lichen zeitintensiven Trial-and-Error-Prozess auf dem Weg zur optimalen Lösung. Gleichzeitig lassen sich die Kosten für Entwicklung, Beschaffung und Administration vermeiden oder deutlich reduzieren. Als Systemlieferant von Antriebskomponenten bietet die Rodriguez GmbH einbaufertige Baugruppen sowohl im Bereich der Dünnringlager als auch in der Lineartechnik.


Bild 1 Die Rodriguez GmbH vertreibt die Kaydon-Dünnringlager und fertigt auf ihrer Basis ein unkompliziert zu montierendes „Value Added Product“.

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Die Rodriguez GmbH vertreibt die Kaydon-Dünnringlager und fertigt auf ihrer Basis ein unkompliziert zu montierendes „Value Added Product“.

Systemlösungen erfreuen sich heute größter Beliebtheit. Rodriguez hat schon vor Jahren die Relevanz dieses Themas erkannt und einen eigenen Geschäftsbereich namens „Value Added Products” entwickelt, der komplette Systemlösungen realisiert. „Dabei übernehmen wir wirklich alle Prozessschritte – von Entwicklung und Konstruktion über Fertigung und Montage bis hin zu Qualitätsprüfung, Praxistests und Inbetriebnahme”, so Gunther Schulz, Geschäftsführer von Rodriguez. „Wir verzeichnen einen kontiniuierlichen Zuwachs in diesem Bereich.” Um die Lösungen zu realisieren, verfügt Rodriguez neben Produkten für jeden Bedarf über eine leistungsstarke interne Fertigung und vor allem das nötige Anwendungs- und Engineering-Know-how.
Ein Beispiel für die Value Added Products sind komplexe lineartechnische Baugruppen. Diese Baugruppen werden unter anderem von Zulieferern der Automobilindustrie nachgefragt. So verantwortete Rodriguez zum Beispiel die Entwicklung spezieller Linearsysteme für einen Prüfstand der Automobilindustrie. Der Prüfstand dient der Untersuchung des Durchfluss-, Drall- und Tumbleverhaltens der Verbrennungsmotoren. Bei der Untersuchung des Strömungsverhaltens der Ein- und Auslassventile nach dem berührungslosen, optischen PIV-Verfahren wird ein Strömungsfeld vermessen beziehungsweise werden Geschwindigkeitsfelder des Strömungsfeldes bestimmt. Dabei wird ein Gemisch über das Einlassventil eingeblasen. Eine Optik spannt eine Laserlichtebene im Bereich der zu messenden Strömung auf. In die Strömung werden winzige Partikel eingebracht, die aufleuchten, sobald sie die Laserlichtebene kreuzen. Das Streulicht dieser Partikel wird von zwei hochauflösenden Kameras unter einem bestimmten Beobachtungswinkel aufgenommen. Ein Rechner wertet die Partikelbewegungen aus und ermittelt so die Strömungsgeschwindigkeit in der Messebene.

Baugruppen übernehmen zentrale Aufgaben

Das Kamerasystem und damit die für die Bewegung der beiden Aufnahmeeinheiten zuständige Verfahreinheit bildet das zentrale Element des Strömungsprüfstands. Die Entwicklung und Zeichnungserstellung sowie die Endmontage dieser essentiellen Baugruppen übernahm der Eschweiler Antriebsspezialist in enger Abstimmung mit dem Kunden. Die einbaufertige Positioniereinheit besteht aus sechs einzelnen Linearsystemen. Zusätzlich zu der Kameraverstellung wurden auch Linearsysteme zur Ansteuerung der Ein- bzw. Auslassventile geliefert. Dieses Subsystem besteht aus zwei Linearsystemen bei denen – ähnlich wie auch bei dem Kamerasystem – Profilschienenführungen als Lagerelement und Gewindetriebe als Antriebselement eingesetzt werden. Bei der Ventilverstellung kommen jedoch zusätzlich noch zwei drehgelagerte Elektrozylinder zum Einsatz. Auch die Umbaukomponenten wie Dreh- und Frästeile sowie ein besonders steifes verschweißtes Gestell zur Lagerung des Subsystems der Ventilverstellung fertigte der Eschweiler Antriebsspezialist an. Je nach Linearsystem kamen spielfrei vorgespannte Profilschienenführungen der Größe 20 und 25 zum Einsatz. Sie gewährleisten die erforderliche statische Steifigkeit des Systems. Als Antrieb wurde der Trapezgewindetrieb ausgewählt. Da er als Positioniergewindetrieb ohne große Anforderungen an die Positioniergenauigkeit genutzt wird, genügte diese kostengünstige Antriebsvariante. Zudem ist seine Selbsthemmnis in den vertikalen Achsen für diese Anwendung von Vorteil.

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